Tag Archive | Predigt

Der Schatz von Weihnachten

Das Evangelium von Jesus Christus ist ein Schatz ohne Boden. So reich, dass man immer wieder etwas Neues und Kostbares entdeckt. Vielleicht kennen Sie diese Erfahrung. Einen altbekannten Bibeltext lese ich zum zwanzigsten Mal und auf einmal fällt mir etwas auf, das mir die ersten neunzehn Mal entgangen war. Plötzlich ist mein Herz voll Freude. An Gottes Schatz können wir uns niemals ausfreuen.

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(C) by Thommy Weiss / pixelio.de

An Weihnachten ist es nicht anders. Natürlich ist hier auch vieles inzwischen altbekannt. Daran, dass der Spekulatius schon Ende August in den Regalen steht, hat man sich ebenfalls gewöhnt. Mit der Weihnachtspredigt ist es womöglich auch nicht anders. Vieles hat man schon oft gehört: Dass Gott einer von uns wurde. Dass das Licht Gottes in unserer dunklen Welt scheint.

Aber auch an Weihnachten lohnt es, tiefer in Gottes großer Schatzkiste zu graben. Denn die Tiefe der Schönheit von dem, was da einst in Bethlehem geschah, dass können wir in zwanzig Leben nicht ausleuchten und begreifen.

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In der Predigt Glauben wecken – 4 Dimensionen

Ich predige, um Glauben an Jesus Christus zu wecken. Um dieses Ziel zu erreichen, hilft es vielleicht, einmal den Blick zu weiten. In diesem Beitrag schaue ich in die Führungsliteratur und will mich hier von einem Modell für meine Predigtpraxis inspirieren lassen.

© thepathtraveler / FreeDigitalPhotos.net

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Mein allgemeines Predigtziel sieht etwa so aus: Durch die Predigt vertrauen Menschen Jesus Christus (etwas mehr). Sie vertrauen seinem perfekten Leben mehr als ihrem eigenen. Sie vertrauen seinem Kreuz und Blut, seiner Auferstehung. Sie vertrauen, dass Jesus sie eines Tages „in den Himmelbringt“. Und dass er sie durch dieses Leben bringt.

Dieses Vertrauen schenkt natürlich nur der Heilige Geist. Und der „weht, wo er will“ (Joh 3,8). Aber er tut es eben auch durch die Predigt (Röm 10,17). Von daher dürfen wir als Prediger uns gerne um eine Gestaltung der Predigt bemühen, die Glauben fördern kann.

Wie geht das konkret? Mir kam eine Idee. Ganz ausgereift ist sie noch nicht. Aber vielleicht ist es ja eine spannende Spur!

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Warum mir jeden Sonntag wieder neu das Evangelium gepredigt werden muss

Ich brauche es, diese Botschaft zu hören, wenn ich in die Kirche gehe. Dass Jesus Christus treu bleibt, wenn ich untreu bin. Dass er stets an mir fest hält, mich nicht fallen lässt. Dass am Ende des Tages nicht zählt, was ich tue, sondern was er für mich tut. Ich brauche einen Prediger, der mir diese ganze Schönheit vor Augen malt. In gewisser Hinsicht brauche ich also jeden Sonntag die gleiche Botschaft.

© Mister GC / FreeDigitalPhotos.net

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„Aber wird das nicht irgendwann langweilig?“ Mag man einwenden, oder: „Braucht eine Gemeinde nicht etwas Abwechslung?“ Und: „Außerdem richtet sich die Predigt dann doch immer an ‚Einsteiger‘ im christlichen Glauben, aber reife Christen brauchen doch vielmehr Herausforderungen zum geistlichen Wachstum.“

Natürlich gibt es in dieser Frage viele Argumente für und wieder. Timothy Keller merkt zum Beispiel an:

Because the gospel is endlessly rich, it can handle the burden of being the one ‚main thing‘ of a church.

Das Argument jedoch, das mich in dieser Diskussion am meisten überzeugt hat, möchte ich hier vorstellen. Es geht in seinen Grundzügen auf Martin Luther zurück.

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Was macht eine gute Predigt aus? Rettungsringe statt Schwimmunterricht!

Ein Mann schreit um Hilfe. Die Wellen schäumen immer wieder über seinen Kopf hinweg. Panisch bewegt er Arme und Beine. Er versucht sich irgendwie über Wasser zu halten. Hätte er doch als Kind nur Schwimmen gelernt. Da hört er die Stimme eines anderen: „Los, streng dich mehr an! Paddel mit deinen Beinen! Beweg Deine Arme gleichmäßig! Gut, weiter so!“

© koratmember/FreeDigitalPhotos.net

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Was für ein Unsinn. In einer solchen Situation braucht ein ertrinkender Mann doch keinen Schwimmunterricht, er braucht einen Rettungsring!

Nach Tullian Tchividjian ist es aber genau dieser Unsinn, der unsere gegenwärtige homiletische Landschaft unglücklich prägt. Predigten erteilen ertrinkenden Menschen Schwimmunterricht.

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Nehmen Sie sich nicht so wichtig, Herr Pastor, und ziehen Sie sich den Talar an!

Die Frage lautet: Sollen Pastoren und Pfarrer eine besondere Kleidung im Gottesdienst oder sogar im Alltag tragen? Gehört der Talar auf die Kanzel oder besser in den Kleiderschrank, die Albe an den Altar oder in die Altkleidersammlung?

Talar

Als ich letztens das wunderschöne und etwas in die Jahre gekommene „Und etliches fiel auf den Fels“ des einstigen schwedischen Bischofs Bo Giertz gelesen habe, bin ich über eine interessante Passage gestolpert. Die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Hier werden zwar nicht alle Argumente verhandelt, die es zu dem Thema sinnvollerweise in beide Richtungen gibt. Dennoch ist der Abschnitt sehr anregend.

Manchmal wirkt es auf mich so, dass gerade solche Leute ihre Amtskleidung tragen, die sich selbst sehr wichtig nehmen. Giertz argumentiert aber genau andersherum. Wer sich selbst nicht so wichtig nehmen will, der trage besser seine Amtskleidung, wenn er auf die Kanzel geht.

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7 Bücher und Internetressourcen zum Thema „Gesetz und Evangelium“

Wissen Sie, was das Gesetz vom Evangelium unterscheidet? Nein? An diesem Unterschied liegt jedoch alles. Hier liegt der Schlüssel vergraben, der die Tür zum Christsein aufzuschließen vermag. In diesem Beitrag will ich Ihnen die Bücher und Internetbeiträge vorstellen, die helfen können, jenen Schlüssel zu entdecken.

© Thomas Becker / pixelio.de

© Thomas Becker / pixelio.de

Eine Kieler Predigtlegende wurde von einem Theologiestudenten darauf angesprochen, dass ihren Predigten offenbar die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium zugrunde liege. Die Antwort des Pastors: „Gesetz und Evangelium? Natürlich! Das ist doch die Anatomie der Predigtlehre, die Grundlage, ohne die der Rest nichts wird.“

Amen dazu! Wir haben es hier in der Tat mit der Anatomie der Predigtlehre, ja der Theologie insgesamt zu tun. Deshalb stelle ich nun all die Ressourcen vor, die mir geholfen haben, in die Thematik näher einzusteigen – neben dem Klassiker: Martin Luther.

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Ethisch über Frieden predigen – Die Geschichte eines Piloten im Zweiten Weltkrieg

Ich finde es gar nicht so einfach, ethisch zu predigen. Denn dabei lauern so manche Gefahren. Besonders jene der Gesetzlichkeit. Eine Predigt wird dann gesetzlich, wenn aus der guten Botschaft ein guter Ratschlag wird.

Auch wenn das Zentrum des christlichen Glaubens mit Ethik darum nichts am Hut hat, bleibt das Evangelium nicht ohne ethische Konsequenzen. Wohlgemerkt: Es sind jedoch Konsequenzen, keine guten Ratschläge. Christliche Ethik ist darum eine Ethik der Konsequenz. Sie verfährt nach dem Grundsatz: „Wie Gott mir, so ich Dir.“

© artur84 / FreeDigitalPhotos.net

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Das gilt es für verschiedenste Lebensthemen durchzubuchstabieren. Vor einiger Zeit habe ich das einmal für das Thema „Frieden und Versöhnung zwischen Menschen“ versucht.

Auf der Suche nach einem guten Beispiel des Schemas „Wie Gott mir, so ich Dir“ bin ich überraschend fündig geworden. Zufällig schaute ich Phoenix, wo gerade eine Dokumentation über Fliegerangriffe im Zweiten Weltkrieg lief. In diesem Zusammenhang bin ich auf den Fliegermord zu Rüsselsheim gestoßen.

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