Tag Archive | Ethik

Wie über Gebote predigen? (Antworten von Andy Stanley, Tullian Tchividjian und John Piper)

In den letzten beiden Wochen bin ich größere Strecken mit dem Auto zu meinem Schulvikariat gependelt. Währenddessen hatte ich viel Zeit, Podcast-Predigten zu hören. Interessanterweise behandelten drei Predigten grob gesagt das gleiche, zentrale Thema: Welche Rolle spielen Anweisungen, Regeln und Gebote im christlichen Glauben?

Die Antworten auf diese Frage sind dabei durchaus verschieden. Ich halte unsere Antwort auf diese Frage jedoch für ungemein wichtig. Von ihr hängt in gewisser Weise das Gelingen eines fruchtbaren Gemeindeaufbaus ab.

© Tim Reckmann / pixelio.de

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Wer theologisch etwas bewandert ist, dem kommt diese Fragestellung aus der Reformationszeit bekannt vor. Umso spannender ist es, dass dieses alte Problem aktuell in konservativ-reformierten Kreisen in den USA wieder Hochkonjunktur erhält.

Ich verfolge diese Diskussion rund um Plattformen wie GospelCoalition, DesiringGod oder Liberate mit großem theologischen Interesse. Wir können hier manches lernen.

Um einen kleinen Einblick zu bekommen, habe ich euch einmal drei kurze Ausschnitte zu dem Thema mitgebracht. Ich will sie nicht groß kommentieren. Sie sollen vielmehr als Gedankenanstoß dienen.

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Ethisch über Frieden predigen – Die Geschichte eines Piloten im Zweiten Weltkrieg

Ich finde es gar nicht so einfach, ethisch zu predigen. Denn dabei lauern so manche Gefahren. Besonders jene der Gesetzlichkeit. Eine Predigt wird dann gesetzlich, wenn aus der guten Botschaft ein guter Ratschlag wird.

Auch wenn das Zentrum des christlichen Glaubens mit Ethik darum nichts am Hut hat, bleibt das Evangelium nicht ohne ethische Konsequenzen. Wohlgemerkt: Es sind jedoch Konsequenzen, keine guten Ratschläge. Christliche Ethik ist darum eine Ethik der Konsequenz. Sie verfährt nach dem Grundsatz: „Wie Gott mir, so ich Dir.“

© artur84 / FreeDigitalPhotos.net

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Das gilt es für verschiedenste Lebensthemen durchzubuchstabieren. Vor einiger Zeit habe ich das einmal für das Thema „Frieden und Versöhnung zwischen Menschen“ versucht.

Auf der Suche nach einem guten Beispiel des Schemas „Wie Gott mir, so ich Dir“ bin ich überraschend fündig geworden. Zufällig schaute ich Phoenix, wo gerade eine Dokumentation über Fliegerangriffe im Zweiten Weltkrieg lief. In diesem Zusammenhang bin ich auf den Fliegermord zu Rüsselsheim gestoßen.

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Der schwerste Teil der Predigt ist, man glaubt es kaum, von Gott zu reden

Egal welcher theologischen Couleur, meiner Beobachtung nach fällt es vielen Predigern schwer, schlicht und einfach von Gott zu reden. Viele merken leider nicht einmal, dass sie es selbst auch nicht tun. Eine erfrischende Perspektive gibt Tolkien im „Herrn der Ringe“.

© dan / FreeDigitalPhotos.net

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Mit diesem Thema ringe ich übrigens selbst noch und meine Gedanken dazu sind noch nicht fertig. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht so schlimm. Was ich aber zurzeit denke, möchte ich euch vorstellen.

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Zuckerbrot und Peitsche oder Schäferhund und Hirte?

Die Bibel enthält Anweisungen, die Bibel enthält Ethik. Das ist keine Frage. Eine spannende Frage ist es aber, wie wir das dann in der Predigt zur Sprache bringen. Unter unseren Kanzeln werden biblische Anweisungen vor allem nach zwei Mustern gepredigt. Doch welche zwei sind das und welches der beiden ist besser?

© Stuart Miles / FreeDigitalPhotos.net

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Ich brauche nur einen x-beliebigen Bibeltext aufzuschlagen und schon werde ich in der Regel beides darin entdecken: Den harten Anspruch Gottes und seinen liebevollen Zuspruch. Kluge Theologen reden hier gerne von Gesetz und Evangelium, obwohl ich mir da nicht sicher bin, ob Anspruch und Zuspruch das Gleiche ist wie Gesetz und Evangelium.

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Ich habe genug von Apologetik – jetzt will ich einmal kategorisch predigen

Apologie und Kategorie stehen für die beiden Spielweisen von Defensive und Offensive. Ich plädiere dafür, dass beides in einer Predigt seinen Platz hat. Aber warum ist das so und vor allem: Wie kann das praktisch aussehen?

© Kittisak / FreeDigitalPhotos.net

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Apologetisch predigen. Darunter verstehen wir in der Regel eine Predigt, die besonders Nicht-Christen ansprechen soll. Aber woher kommt der Begriff eigentlich?

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Wie bekomme ich eine hoch aktive Gemeinde? Lernen von Bill Hybels

Es ist zum verrückt werden. Du reißt Dir die Beine aus, um die Gemeinde aus ihrem Schlaf zu reißen. Du willst sie motivieren, nun endlich einmal etwas für Gott zu bewegen. Du möchtest eine Gemeinde, in der Gottesdienstbesucher zu Mitarbeitern werden, Menschen ihre Arme hochkrempeln und diese Stadt verändern.

In Deiner Predigtvorbereitung stellt sich nun genau diese Frage: Wie kann ich so predigen, dass die Gemeinde zum Handeln motiviert wird? Was muss ich tun? Was muss ich dafür sagen?

Ich bin im Web auf einen Predigtausschnitt von Bill Hybels gestoßen. Es ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man die Gemeinde zum handeln motiviert. Wer ist Bill Hybels? Bill Hybels ist Pastor der Willow Creek Community Curch, einer US-amerikanischen Megachurch. Aus „seiner“ Gemeinde kommt das auch in Deutschland verbreitete D.I.E.N.S.T-Programm, was Gemeindemitglieder bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Gemeinde unterstützen soll.

Willow Creek ist eine Gemeinde voller engagierter Christen. So bringen einige Männer in ihrer Freizeit alte Autos auf Vordermann und verschenken sie an alleinerziehende Mütter. Wow. Eine Gemeinde voller Helden. Aber wie bringt Hybels die Gemeinde dazu? Wie predigt er zum Thema Mitarbeit? Genug der Worte – hier das Video:

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