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6 Regeln, um sich theologisch zu streiten, ohne sich die Köpfe einzuschlagen

Die Bremer „Skandalpredigt“ von Pastor Olaf Latzel hat hohe Wellen geschlagen. An ihr haben sich besonders im Netz zahlreiche theologische Debatten entzündet, die mitunter mit harten Bandagen geführt wurden.

Ich finde solch theologische Diskussionen richtig klasse, gerade wenn es ans Eingemachte geht. Und dennoch: Man kann theologische Kämpfe konstruktiv oder auch destruktiv austragen. Manch Unschönes habe ich da schon erlebt.

© David Castillo Dominici / FreeDigitalPhotos.net

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In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen gerne ein paar Grundregeln vorstellen, die Timothy Keller in seinem Buch „Center Church“ für solch theologische Diskussionen unter der Überschrift „Gospel Polemics“ benennt. Ich gebe Sie hier mit eigenen Worten wieder und vielleicht helfen Sie ja dem ein oder anderen weiter.

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Heute bekenne ich: „Die Auferstehung Jesu muss metaphorisch verstanden werden.“

Seit der Aufklärung fällt es Menschen immer wieder schwer, dieses Wunder zu begreifen, das da am Ostermorgen geschehen sein soll. Ein mausetoter Mensch soll wieder ins Leben zurückgekehrt sein und das Grab war tatsächlich leer? Das können viele nicht (mehr) glauben. Deshalb sind in den letzten Jahrhunderten so manche Alternativerklärungen auf dem Markt der Möglichkeiten angeboten worden.

© Serge Bertasius Photography / FreeDigitalPhotos.net

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Reimarus wollte doch lieber glauben, die Jünger hätten heimlich den Leichnam Jesu gestohlen. Strauß ging im Großen und Ganzen davon aus, bei der Auferstehung habe es sich eher um Visionen der Jünger gehandelt. Bultmann war die Historizität der Auferstehung dann ganz egal. Wichtig sei nur, „dass Jesus in die Verkündigung hinein auferstanden sei.“ Jesus lebt in unserer Predigt weiter.

Auch ich muss inzwischen bekennen: „Die Auferstehung Jesu muss metaphorisch verstanden werden.“ Daran führt kein Weg vorbei! Aber warum? Was hat bei mir diesen Sinneswandel ausgelöst?

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7 Bücher und Internetressourcen zum Thema „Gesetz und Evangelium“

Wissen Sie, was das Gesetz vom Evangelium unterscheidet? Nein? An diesem Unterschied liegt jedoch alles. Hier liegt der Schlüssel vergraben, der die Tür zum Christsein aufzuschließen vermag. In diesem Beitrag will ich Ihnen die Bücher und Internetbeiträge vorstellen, die helfen können, jenen Schlüssel zu entdecken.

© Thomas Becker / pixelio.de

© Thomas Becker / pixelio.de

Eine Kieler Predigtlegende wurde von einem Theologiestudenten darauf angesprochen, dass ihren Predigten offenbar die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium zugrunde liege. Die Antwort des Pastors: „Gesetz und Evangelium? Natürlich! Das ist doch die Anatomie der Predigtlehre, die Grundlage, ohne die der Rest nichts wird.“

Amen dazu! Wir haben es hier in der Tat mit der Anatomie der Predigtlehre, ja der Theologie insgesamt zu tun. Deshalb stelle ich nun all die Ressourcen vor, die mir geholfen haben, in die Thematik näher einzusteigen – neben dem Klassiker: Martin Luther.

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„Ich kann Gott nicht (mehr) spüren“ – Die Suche nach einer neuen orthodoxen Theologie (Teil I)

Auf einer Jugendfreizeit kam eine langjährige Mitarbeiterin, ungefähr 19 Jahre alt, nach dem Mittagessen auf mich zu. Nach ein wenig Smalltalk sprach sie aus, was sie auf dem Herzen hatte: „Ich kann Gott nicht mehr so spüren wie früher.“

© Sira Anamwong / FreeDigitalPhotos.net

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Vielleicht kennst Du dieses Problem oder begleitest selbst Menschen, die an dieser Stelle einen Leidensdruck verspüren. Das Gefühl, dass sich früher bei manchen Lobpreisliedern eingestellt hat, will nicht zurück kommen. Wenn ich bete, ist Gottes Gegenwart nicht spürbar und ich habe nicht den Eindruck, dass er mich hört. Es stellt sich die selbstkritische Frage: Glaube ich dann eigentlich noch?

Meiner Beobachtung nach, kämpfen einige Christen an dieser Stelle und ich frage mich, woran das liegt. Und vor allem: Was darauf antworten?

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